Die Architektur von Sihlcity

Sihlcity ist ein dichtes Ensemble aus alter und neuer Baukunst – ein gekonntes Spiel mit Tradition und Innovation, Gross- und Kleinmassstäblichkeit, Enge und Weite, Schwere und Leichtigkeit.
Kamin in Sihlcity
Rüsterei in Sihlcity
Kalanderplatz in Sihlcity
Gebäude in Sihlcity

Zeitgeistreich

Insgesamt vier Fabrikbauten wurden sorgfältig saniert: So die ehemalige Ausrüsterei, die heute Raum für kulturelle Anlässe bietet. Dann natürlich Sihlcitys markantes Wahrzeichen: der 60 Meter hohe Kamin. Er steht auf dem Kalanderplatz – im Herzen von Sihlcity. Und schliesslich das Kalandergebäude sowie das ehemalige Papierlager, die beide aus den 1950er-Jahren stammen. Sie wurden effektvoll in die neue Sichtbetongebäudegruppe auf der Nordseite der zentralen Platzfolge integriert und dienen gemeinsam mit dem Kamin und der Ausrüsterei als eine Art Sockel für die neuen Bauvolumen; die Auskragung einzelner Baukörper akzentuiert diese Sockelwirkung sogar. Die Fassaden sind geprägt vom Thema der Schichtung, in der Wirkung noch verstärkt durch die horizontalen Betonbänder und Membranen aus Glas und Metall.


Kontrastreich

Der von der Autobahnbrücke überstellte Flussraum wird mit einer Flusstreppe und dem Projekt «Kofferinstallation» aufgewertet. Das westliche Entrée zu Sihlcity bildet ein übersichtlicher Durchgang unter den Sihltalbahn-Gleisen hindurch, darüber ein «schwebendes» Wohn- und Geschäftshaus auf skulpturalen Betonstützen. Im Kontrast zur Weite der Plätze steht die von der Utobrücke her verlaufende enge Gasse, die in den Kalanderplatz mündet. Inmitten von Sihlcity befindet sich die mehrgeschossige Einkaufsmall. Sie beeindruckt mit imposanten Raumbeziehungen und einer interessanten Lichtführung. Elegante Terrazzoböden und -brüstungen kontrastieren hier die bunte Ladenwelt.